Richard Schiff im Interview

   Donnerstag, den 12. Januar 2012

Richard SchiffRichard Schiff, der in der kommenden Superman-Verfilmung Man of Steel den Wissenschaftler Dr. Emil Hamilton spielen wird, stand dem Online-Magazin i am ROGUE Rede und Antwort.

Für diejenigen, die nicht das komplette Interview lesen möchten, wurden die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

 

  • Die Rolle bekam Schiff bereits im Sommer. Da die Dreharbeiten für ihn erst in den letzten sechs Wochen stattfinden sollten, konnte er bisher nicht darüber reden.
  • Er hat bereits einige Szenen abgedreht und kehrt am Wochenende nach Vancouver zurück, wo er noch für ein paar Wochen weiterdrehen wird.
  • Bislang hat er gemeinsam mit Amy Adams (Lois Lane) und Christopher Meloni (Colonel Hardy) gedreht.
  • Er bestätigte, dass der Vorname seiner Figur Emil lautet und er ein Wissenschaftler ist. Allerdings sagte er nicht, ob sich die Figur von der Comic-Version unterscheidet und ob sie Supermans Freund oder Feind ist.

Erst einmal Glückwunsch zu Ihrer Rolle in Man of Steel.

Vielen Dank. Sie haben mir im veröffentlichten Artikel ein großes Kompliment gemacht. Ich glaube, Sie haben "ein bewährter und echter Charakter-Darsteller" geschrieben. Das war sehr nett.

Nun ja, wir sind große Fans Ihrer Arbeit und sind davon begeistert, dass Sie in diesem Film dabei sind. Ich vermute, Sie sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und können mir nur sehr wenig über das Projekt verraten, aber würden Sie es mir gestatten, ein paar generelle Fragen zum Film zu stellen?

Ja...ich spiele Superman.

Ich denke, Sie würden einen fantastischen Superman abgeben. Sie sehen in dem Anzug bestimmt toll aus!

Ja, ich habe so hart trainiert, wie ich konnte.

Wie haben Sie die Rolle bekommen? Mussten Sie dafür vorsprechen oder hat man Ihnen aufgrund Ihrer bisherigen Arbeiten die Rolle einfach angeboten?

Sie wurde mir schon vor einiger Zeit angeboten. Es lag eine lange Zeit zwischen dem Angebot und dem letztendlichen Zeitpunkt, an dem ich mit der Arbeit beginnen konnte, denn ich bin erst für die letzten sechs Wochen (der Produktion) vorgesehen, während die Dreharbeiten, soweit ich weiß, schon im August begonnen haben. Ich glaube, die Rolle wurde mir irgendwann im Sommer angeboten. Sie wurde mir einfach angeboten. Ich habe Zack [Snyder] zuvor niemals getroffen und wusste gar nichts darüber. Sie boten die Rolle an und waren in Gesprächen, in Verhandlungen oder sowas, und sie würden mir das Drehbuch nicht zusenden. Sie waren so geheimnisvoll, dass ich nicht mal das Drehbuch lesen konnte. Letztendlich, als es darum ging, ob der Deal zustande kommt oder nicht, sagte ich, dass ich erst das Drehbuch lesen muss. Also musste ich in ihr Büro auf dem Sunset Boulevard. Ich setzte mich in ein Büro und las ein Drehbuch, in dem mein Name durchgehend markiert war. Für den Fall, dass ich eine Seite herausreißen und veröffentlichen würde, oder sie Ihnen für 'ne halbe Million verkaufen würde, wurde ich praktisch die ganze Zeit beobachtet. Das kam mir wirklich spaßig vor. Ich bin ein sehr, sehr langsamer Leser. Ich fragte noch, ob sie wirklich wollen, dass ich mich in ihren Räumlichkeiten niederlasse, denn ich bräuchte dafür mehrere Stunden. Ich bin wirklich langsam. Sie sagten "Nein, nein nein, ist schon gut, ist schon gut". Also setzte ich mich in den Konferenzraum und sie brachten mir Kaffee und Donuts, und ich las das Drehbuch. Ich habe es sehr gemocht.

Haben Sie das ganze Ding zu lesen bekommen oder nur die Seiten Ihres Charakters?

Ich habe das ganze Drehbuch gelesen.

Waren Sie schon ein Fan von Superman und Comics im Allgemeinen oder ist das alles neu für Sie?

Als ich jung war, war ich kein Superman- oder Comic-Freak, aber natürlich waren sie in jedermanns Wohnung oder Haus allgegenwärtig. Also habe ich reingeschaut und sie gelesen. Ich erinnere mich an die TV-Serie, die Schwarz-Weiß-Serie, die sie nochmal brachten, als ich ein Kind war. Ich habe das ein bisschen geschaut. Ich war kein fanatischer Fan, aber ich hatte natürlich meinen Spaß daran. Ich liebte die ersten Filme mit Christopher Reeve und das ganze Zeug, und Margot Kidder. Tatsächlich habe ich später mit ihrer Nichte zusammengearbeitet. Ich Name ist Janet Kidder und ich arbeitete mit ihr zusammen für einen Film in Vancouver, gerade als ich das Angebot für Man of Steel bekam. Ich hatte das Angebot schon längst bekommen, aber ich durfte ihr nichts darüber erzählen. Das war interessant, denn sie sieht Margot sehr ähnlich. Sie ist übrigens eine großartige Schauspielerin. Es war ein Film namens Innocent, den ich für TNT machte. Aber ja, ich liebe diese Filme, weshalb ich auch sehr aufgeregt bin, ein Teil davon zu sein.

Es ist das erste Mal, dass Sie in einem auf Comicheften basierenden Superhelden-Film mitspielen werden. Sind Sie für alles bereit, was das mit sich bringt, inklusive der prüfenden Blicke der Fans und einem Ausflug zur San Diego Comic-Con?

Das ist lustig, denn bei Innocent, dem Film, den ich in Vancouver machte, war ein anderer Schauspieler names Tahmoh Penikett dabei und er war ein Teil von Kampfstern Galactica. Er zog los, um an einem freien Wochenende eine Comicmesse in Atlanta zu besuchen. Er hat mir alles darüber erzählt und ich habe auch schon andere Schauspieler getroffen, die das getan haben. Er sagte mir, dass es verrückt war, aber er fand es toll. Er sagte mir auch, dass es Spaß macht dort hinzugehen, und dass eine Menge verrückter Fans auf ihn zukommen. Ich weiß nicht, ob mein Charakter jemand ist, der die Fans letztendlich zum Ausflippen bringen wird, aber es ist möglich. Die Superhelden-Sache ist eine fantastische Welt. Supermans Geschichte ist faszinierend, die Tatsache, dass sie 1939 von jüdischen Leuten als Antwort auf Hitler herauskam und das ganze Zeug. Sogar die Entstehungsgeschichte allein und in erster Linie die Geschichte, wie sich alles entwickelt hat, ist wundervoll. Ich bin zur Zeit sehr aufgeregt.

Wann beginnen Sie mit den Dreharbeiten?

Ich habe mit den Dreharbeiten bereits begonnen. Dieses Wochenende kehrere ich für ein paar weitere Wochen zurück und dann gehe ich woanders hin. Ich habe also schon erste Erfahrungen gemacht und habe mit Amy Adams, Chris Meloni und ein paar anderen zusammengearbeitet. Ich durfte Zack [Snyder] kennenlernen und er ist fantastisch. Der Typ ist einfach ein fröhlicher, glücklicher Mensch.

Waren Sie ein Fan seiner bisherigen Filme wie Watchmen oder 300?

Ich habe 300 gesehen, der einer der Lieblingsfilme meines Sohnes ist und das ist für mich immer sehr wichtig. Er ist ein guter Geschmacksbarometer und als er dauernd davon sprach, schaute ich ihn mir an und fand ihn großartig. Genau genommen war ich überrascht, wie gut er tatsächlich war, denn ich dachte zunächst, es sei ein reiner Effekt-Film, aber ich dachte, die schauspielerischen Leistungen in diesem Film waren gut. Es hat Spaß gemacht, ihn anzuschauen. Ich denke, das hier (Man of Steel) wird spektakulär. Es gibt eine Menge Effekte, aber ich denke, die Geschichte hält dem Ganzen wacker stand und es gibt auch eine Reihe guter Schauspieler. Wussten Sie, dass Amy [Adams] vor Jahren in The West Wing mitspielte? Dort habe ich erstmals mit ihr zusammengearbeitet. Sie war in einer Doppelfolge (Staffel 4: 20 Hours in America, Teil 1 und 2) zu sehen, in der wir uns in Indiana verirrten. Sie war die lokale Anwerberin der Kampagne, die uns durch das Territorium führte. Das war Amy! Sofort als ich begann, mit diesem Mädchen zu arbeiten, dachte ich mir "Oh, wow, diese junge Dame wird noch sehr weit kommen". Ich habe ihre Karriere freudig verfolgt. Ich durfte sie schon mehrmals zufällig treffen und ihr gratulieren, aber sie hat sich kein bisschen verändert. Sie ist liebevoll, albern, und außergewöhnlich talentiert. Deshalb macht diese Wiederzusammenführung so viel Spaß. Es macht sehr viel Spaß mit ihr und ich liebe die Zusammenarbeit mit ihr.

Haben Sie irgendwelche Szenen mit Henry Cavill in diesem Film?

Ja, und das ist alles, was ich dazu sagen kann.

Als es bekannt gegeben wurde, hieß es, dass Sie einen Charakter namens Dr. Hamilton spielen werden, aber von einem Vornamen hörte man nichts. Ist die Rolle, die Sie spielen, der selbe Charakter wie Dr. Emil Hamilton aus den Comics?

Ich darf darüber nicht sprechen, aber ich werde jeden sich seine eigene Meinung bilden lassen. Sie haben offenbar den gleichen Vor- und den gleichen Nachnamen, also kann jeder seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen. Ich möchte mich an das Versprechen halten, nichts zu verraten, was ich nicht verraten darf.

Natürlich, aber nur, um es nochmal klarzustellen. Der Charakter, den sie spielen, heißt Emil.

Ja.

Dann lassen Sie mich anders fragen. Waren die Comics in der Lage, Sie zu inspirieren oder basiert die Entwicklung Ihres Charakters alleine auf dem Drehbuch?

Dr. Hamilton kam erst sehr spät hinzu, oder? Also wüsste ich gar nicht, ob ich überhaupt fähig wäre, diese (Comics) zu finden. Kann man sie online finden? Ich weiß es nicht. Ich habe danach gesucht, wer er war und was die Leute von ihm denken, wer er ist. Offensichtlich gab es in den einzelnen Medien mehrere Versionen von ihm, ihm Fernsehen und in den Zeichentrickfilmen. Er wird immer verschieden interpretiert und deshalb muss ich mich darauf verlassen, was das Drehbuch mit bietet und ich war von dem, was sie geschrieben haben, sehr stark angetan. Ich würde dem, was Zack [Snyder] und die Autoren mit uns machen wollen, keine Idee von Außerhalb auferlegen wollen. Aber ich finde es lustig, seine verschiedenen Inkarnationen zu kennen. Offenbar war er in manchen Versionen böse, in anderen freundlich, und in wiederum anderen Versionen war er eine Mischung aus beidem. Deshalb ist es so lustig, wenn man daran denkt, während man ihn spielt. Aber das Drehbuch geht in eine bestimmte Richtung und daran halte ich mich.

Ich bin mir sicher, Sie können mir nicht verraten, ob Ihr Dr. Hamilton ein Freund oder Feind Supermans ist. Wie werden warten müssen und es sehen, wenn der Film rauskommt, richtig?

Ja, das ist genau richtig. [...]

Eine letzte Frage zu Man of Steel, und ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn Sie die Frage nicht beantworten können, aber hat Ihr Charakter im Film überhaupt etwas mit den S.T.A.R. Labs zu tun?

Ja, ich denke, das ist eine Sache, von der sie nicht wollen, dass ich darüber rede, aber er ist offensichtlich ein Wissenschaftler und er mag seine Arbeit. Lasst es uns so formulieren.

Quelle: i am ROGUE

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